{"id":20061,"date":"2022-12-10T13:47:29","date_gmt":"2022-12-10T12:47:29","guid":{"rendered":"https:\/\/mwehle.eu\/wp\/?p=20061"},"modified":"2022-12-10T15:33:24","modified_gmt":"2022-12-10T14:33:24","slug":"20061","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wehle.ee\/wp\/?p=20061","title":{"rendered":""},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2022\/51\/marion-doenhoff-preis-irina-scherbakowa\/komplettansicht\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Irina Scherbakova, Die Zeit<\/a>:<\/p>\n<blockquote>\n<div id=\"attachment_20062\" style=\"width: 1010px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2022\/51\/marion-doenhoff-preis-irina-scherbakowa\/komplettansicht\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-20062\" class=\"wp-image-20062 size-full\" src=\"https:\/\/mwehle.eu\/wp\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Irina-Scherbakova.webp\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"562\" srcset=\"https:\/\/mwehle.eu\/wp\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Irina-Scherbakova.webp 1000w, https:\/\/mwehle.eu\/wp\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Irina-Scherbakova-300x169.webp 300w, https:\/\/mwehle.eu\/wp\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Irina-Scherbakova-150x84.webp 150w, https:\/\/mwehle.eu\/wp\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Irina-Scherbakova-768x432.webp 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-20062\" class=\"wp-caption-text\">D\u00f6nhoff-Preistr\u00e4gerin: Die Historikerin Irina Scherbakowa <span style=\"white-space: nowrap; color: #a9a9a9;\">\u00a9 Henning Kretschmer f\u00fcr DIE ZEIT<\/span><\/p><\/div>\n<p class=\"paragraph article__item\">Nun, wenn man sein Lebenswerk oder gar sein ganzes Leben von einer Diktatur zertreten sieht, seine Lebenswelt durch Stumpfsinn und Brutalit\u00e4t zerst\u00f6rt, besteht die Gefahr, aber auch die Verlockung der Hoffnungslosigkeit. Doch wo Hoffnung verschwindet, nimmt bald Verbitterung und Ohnmacht ihren Platz ein. Aber das ist genau das Ziel von Diktaturen wie jener in Russland.<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Als ich vor vielen Jahren Frauen befragte, die Stalins Kerker und Gulags \u00fcberlebt hatten (wir hatten damals noch keine Hoffnung auf die Wende), um zu begreifen wie man so etwas \u00fcberhaupt \u00fcberleben kann, sagten mir viele: Ich habe gehofft. Ich fragte: Worauf denn, im Angesicht von 25 Jahren Lagerstrafe? Und es kam die Antwort: Ich habe einfach nur gehofft.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\u03a9\u00a0\u03a9\u00a0\u03a9<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Ich komme jetzt auf die Hoffnung zur\u00fcck, und ich muss gestehen, dass es mir nicht leichtfiel, mir diese nach dem 24. Februar zu bewahren. Hoffnung worauf eigentlich? Auf unsere, wie es scheint, hoffnungslose Sache? Ich muss sagen, dass diese Hoffnung f\u00fcr mich in der Notwendigkeit eines schonungslosen Blicks besteht. Um zu verstehen, wie es zu dieser Katastrophe kommen konnte und was mit der russischen Gesellschaft passiert ist. Um sich der Ursachen und Folgen zu stellen und unsere Arbeit fortzusetzen.<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Und genau das nenne ich &#8222;Russland verstehen&#8220;. Dieser Weg ist lang, er ist schwer, aber er ist unentbehrlich.<\/p>\n<\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Irina Scherbakova, Die Zeit: Nun, wenn man sein Lebenswerk oder gar sein ganzes Leben von einer Diktatur zertreten sieht, seine Lebenswelt durch Stumpfsinn und Brutalit\u00e4t zerst\u00f6rt, besteht die Gefahr, aber auch die Verlockung der Hoffnungslosigkeit. 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